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Alfred Ottomar Wilhelm Hüthig 12 September 1900 in Pößneck 13 Juli 1996 in Heidelberg war ein deutscher Verleger Er war

Alfred Hüthig

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Alfred Ottomar Wilhelm Hüthig (* 12. September 1900 in Pößneck; † 13. Juli 1996 in Heidelberg) war ein deutscher Verleger. Er war der Gründer des nach ihm benannten Heidelberger Verlages.

Leben

Alfred Hüthig, Sohn von Emil und Selma Hüthig, wurde 1900 im thüringischen Pößneck geboren. In Schmalkalden bestand er 1919 ein externes Abitur. Danach begann er im Wintersemester ein Studium in Berlin, das er in Jena (mit Abstechern nach München und Leipzig) fortsetzte. Seit dem Sommersemester 1920 war Hüthig Mitglied der Burschenschaft Teutonia Jena. 1935 wurde er auch Mitglied der Burschenschaft Allemannia Heidelberg. Er hörte Vorlesungen in verschiedenen Fachrichtungen, Hauptfächer waren Volkswirtschaftslehre und Zeitungswissenschaft. In Letzterem legte er 1923 bei Karl Bücher seine Dissertationsschrift, eine wirtschaftliche Machbarkeitsstudie zu einem Zeitschriften-Spezialtyp (Ein modernes Offertenblatt als Unternehmen), vor und erlangte den Titel eines „Dr. phil.“.

Von 1922 bis 1925 durchlief er Volontariate in verschiedenen Verlagen, zuletzt in Mannheim bei der Neuen Badischen Landeszeitung. 1925 gründete er im Alter von 25 Jahren in Heidelberg den Dr. Alfred Hüthig Verlag. Erstes Verlagsobjekt war die Zeitschrift Die Holzbearbeitungsmaschine. Es folgten weitere Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Industrie und Technik sowie ein dazu passendes Buchprogramm. Kriegsauswirkungen ließen 1946 die Verlagsentwicklung ins Stocken geraten beziehungsweise zurückfallen. In Mainz, wo Hüthig wegen vorläufig nur französischer Entnazifizierung verweilen musste, lief das Geschäft wieder langsam an. Erst 1948 firmierte der Verlag wieder in Heidelberg.

Einen wirtschaftlichen Erfolgsschub erlebte Hüthig Mitte der 1950er Jahre, als er der rasanten Entwicklung auf den Gebieten der Elektrotechnik und Elektronik mit einem fundierten Zeitschriften- und Buchprogramm begegnete. Mit der Akquisition neuer Zeitschriften, dem konsequenten Ausbau des Fachbuchangebots, der Gründung oder Übernahme von neuen Einzelfirmen oder mit seiner Beteiligungsstrategie bewies er unternehmerischen Spürsinn. Zudem entstanden für den Ausbau des Familienunternehmens 1969 entscheidende Impulse infolge des Verlagseintritts des Sohnes Bernd Holger Hüthig und dessen Bestellung zum Geschäftsführer der Gesamtgruppe drei Jahre später. Bis zum 50. Verlagsjubiläum 1975 entstanden in Mainz, Basel, Berlin, München und New-York Dependancen. Um 1980 gab der Verlag etwa 40 Fachzeitschriften in ca. 30 Millionen Exemplaren sowie 1500 lieferbare Bücher heraus. Eines der Bücher war das 1958 ersterschienene und 1976 neu aufgelegte Einführung in die makromolekulare Chemie, für das Hermann Staudinger, der die Makromolekuläre Chemie begründet hatte, das Geleitwort schrieb. Staudinger veröffentlichte auch seine Arbeitserinnerungen 1961 bei Hüthig. Nach Staudingers Tod verlegte Hüthig die siebenbändige Komplettausgabe Das wissenschaftliche Werk von Hermann Staudinger. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ernannte ihn auf Veranlassung ihrer Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultät in Anerkennung seiner Verdienste um das wissenschaftliche Werk des Nobelpreisträgers Staudinger, zum Ehrenbürger.

Alfred Hüthig war Mitglied der Delegiertenversammlung des Vereins Deutscher Zeitungsverleger (V.D.Z.V.), Vorstandsmitglied des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbandes (SZV), Handelsrichter am Landgericht Heidelberg und nach jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit als Beirat Ehrenmitglied der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar.

Alfred Hüthig, verheiratet und Vater dreier 1936, 1939 und 1942 geborener Kinder, starb am 15. Juli 1996 in Heidelberg. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof in Heidelberg-Handschuhsheim.

Einzelnachweise

  1. Redaktionsbüro Harenberg: Knaurs Prominentenlexikon 1980. Die persönlichen Daten der Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Mit über 400 Fotos. Droemer Knaur, München/Zürich 1979, ISBN 3-426-07604-7, Hüthig, Alfred, S. 197. 
  2. Dr. Alfred Hüthig 85 Jahre – 60 Jahre Hüthig-Verlag. In: Funktechnik. Fachzeitschrift für Funk-Elektronik und Radio-Fernseh-Technik. Oktober 1985, In eigener Sache, S. 405. 
  3. Hüthig, Alfred. In: allemannia.de. Burschenschaft Allemannia zu Heidelberg, abgerufen am 4. Juli 2021. 
  4. Burschenschafter-Stammrolle 1991, S. 50.
  5. Alfred Hüthig Ehrenbürger der Universität Mainz. In: Burschenschaftliche Blätter, 81. Jg. (1966), H. 3, S. 51.
  6. Unsere Toten. In: Burschenschaftliche Blätter, 114. Jg. (1999), H. 1, S. 77.
  7. Ernst Wilhelm Wreden: Alfred Hüthig 85 Jahre. In: Burschenschaftliche Blätter, 100. Jg. (1985), H. 8, S. 256.
Normdaten (Person): GND: 140955542 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | VIAF: 120219124 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Hüthig, Alfred
ALTERNATIVNAMEN Hüthig, Alfred Ottomar Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Verleger
GEBURTSDATUM 12. September 1900
GEBURTSORT Pößneck
STERBEDATUM 13. Juli 1996
STERBEORT Heidelberg

Autor: www.NiNa.Az

Veröffentlichungsdatum: 17 Jul 2025 / 16:41

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Alfred Ottomar Wilhelm Huthig 12 September 1900 in Possneck 13 Juli 1996 in Heidelberg war ein deutscher Verleger Er war der Grunder des nach ihm benannten Heidelberger Verlages LebenAlfred Huthig Sohn von Emil und Selma Huthig wurde 1900 im thuringischen Possneck geboren In Schmalkalden bestand er 1919 ein externes Abitur Danach begann er im Wintersemester ein Studium in Berlin das er in Jena mit Abstechern nach Munchen und Leipzig fortsetzte Seit dem Sommersemester 1920 war Huthig Mitglied der Burschenschaft Teutonia Jena 1935 wurde er auch Mitglied der Burschenschaft Allemannia Heidelberg Er horte Vorlesungen in verschiedenen Fachrichtungen Hauptfacher waren Volkswirtschaftslehre und Zeitungswissenschaft In Letzterem legte er 1923 bei Karl Bucher seine Dissertationsschrift eine wirtschaftliche Machbarkeitsstudie zu einem Zeitschriften Spezialtyp Ein modernes Offertenblatt als Unternehmen vor und erlangte den Titel eines Dr phil Von 1922 bis 1925 durchlief er Volontariate in verschiedenen Verlagen zuletzt in Mannheim bei der Neuen Badischen Landeszeitung 1925 grundete er im Alter von 25 Jahren in Heidelberg den Dr Alfred Huthig Verlag Erstes Verlagsobjekt war die Zeitschrift Die Holzbearbeitungsmaschine Es folgten weitere Fachzeitschriften auf dem Gebiet der Industrie und Technik sowie ein dazu passendes Buchprogramm Kriegsauswirkungen liessen 1946 die Verlagsentwicklung ins Stocken geraten beziehungsweise zuruckfallen In Mainz wo Huthig wegen vorlaufig nur franzosischer Entnazifizierung verweilen musste lief das Geschaft wieder langsam an Erst 1948 firmierte der Verlag wieder in Heidelberg Einen wirtschaftlichen Erfolgsschub erlebte Huthig Mitte der 1950er Jahre als er der rasanten Entwicklung auf den Gebieten der Elektrotechnik und Elektronik mit einem fundierten Zeitschriften und Buchprogramm begegnete Mit der Akquisition neuer Zeitschriften dem konsequenten Ausbau des Fachbuchangebots der Grundung oder Ubernahme von neuen Einzelfirmen oder mit seiner Beteiligungsstrategie bewies er unternehmerischen Spursinn Zudem entstanden fur den Ausbau des Familienunternehmens 1969 entscheidende Impulse infolge des Verlagseintritts des Sohnes Bernd Holger Huthig und dessen Bestellung zum Geschaftsfuhrer der Gesamtgruppe drei Jahre spater Bis zum 50 Verlagsjubilaum 1975 entstanden in Mainz Basel Berlin Munchen und New York Dependancen Um 1980 gab der Verlag etwa 40 Fachzeitschriften in ca 30 Millionen Exemplaren sowie 1500 lieferbare Bucher heraus Eines der Bucher war das 1958 ersterschienene und 1976 neu aufgelegte Einfuhrung in die makromolekulare Chemie fur das Hermann Staudinger der die Makromolekulare Chemie begrundet hatte das Geleitwort schrieb Staudinger veroffentlichte auch seine Arbeitserinnerungen 1961 bei Huthig Nach Staudingers Tod verlegte Huthig die siebenbandige Komplettausgabe Das wissenschaftliche Werk von Hermann Staudinger Die Johannes Gutenberg Universitat Mainz ernannte ihn auf Veranlassung ihrer Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultat in Anerkennung seiner Verdienste um das wissenschaftliche Werk des Nobelpreistragers Staudinger zum Ehrenburger Alfred Huthig war Mitglied der Delegiertenversammlung des Vereins Deutscher Zeitungsverleger V D Z V Vorstandsmitglied des Sudwestdeutschen Zeitschriftenverleger Verbandes SZV Handelsrichter am Landgericht Heidelberg und nach jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit als Beirat Ehrenmitglied der Industrie und Handelskammer Rhein Neckar Alfred Huthig verheiratet und Vater dreier 1936 1939 und 1942 geborener Kinder starb am 15 Juli 1996 in Heidelberg Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof in Heidelberg Handschuhsheim EinzelnachweiseRedaktionsburo Harenberg Knaurs Prominentenlexikon 1980 Die personlichen Daten der Prominenz aus Politik Wirtschaft Kultur und Gesellschaft Mit uber 400 Fotos Droemer Knaur Munchen Zurich 1979 ISBN 3 426 07604 7 Huthig Alfred S 197 Dr Alfred Huthig 85 Jahre 60 Jahre Huthig Verlag In Funktechnik Fachzeitschrift fur Funk Elektronik und Radio Fernseh Technik Oktober 1985 In eigener Sache S 405 Huthig Alfred In allemannia de Burschenschaft Allemannia zu Heidelberg abgerufen am 4 Juli 2021 Burschenschafter Stammrolle 1991 S 50 Alfred Huthig Ehrenburger der Universitat Mainz In Burschenschaftliche Blatter 81 Jg 1966 H 3 S 51 Unsere Toten In Burschenschaftliche Blatter 114 Jg 1999 H 1 S 77 Ernst Wilhelm Wreden Alfred Huthig 85 Jahre In Burschenschaftliche Blatter 100 Jg 1985 H 8 S 256 Normdaten Person GND 140955542 lobid GND Explorer OGND AKS VIAF 120219124 Wikipedia Personensuche PersonendatenNAME Huthig AlfredALTERNATIVNAMEN Huthig Alfred Ottomar WilhelmKURZBESCHREIBUNG deutscher VerlegerGEBURTSDATUM 12 September 1900GEBURTSORT PossneckSTERBEDATUM 13 Juli 1996STERBEORT Heidelberg

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